Land der Shitstorms: Über Hasspostings und welche Rolle die Anonymität beim digitalen Wutausbruch spielt

 
Was bringt Menschen eigentlich dazu, so hasserfüllt und aggressiv zu posten? Seit Monaten wird über Shitstorms und Hasspostings diskutiert, häufig die Anonymität im Netz dafür verantwortlich gemacht. Auch manch ein Herausgeber setzt sich dafür ein, dass die Anonymität im Netz eingeschränkt wird.

Aber ganz so einfach ist das nicht. Die Anonymität ist nur einer von mehreren Faktoren, die dazu führen, warum Menschen online entgleisen. Im Vortrag werden die jüngsten Shitstorms analysiert und erklärt, welche Faktoren dazu führen, dass Menschen mitunter extrem verletzende Dinge sagen.

Wie kann man sich vor solchen Shitstorms schützen? Inwiefern braucht unsere Gesellschaft auch online anonyme Rückzugsräume? Und wie können wir es schaffen, dass die Onlinedebatte wieder freundlicher – oder zumindest sachlich – wird?

Ingrid Brodnig hat ein Buch über dieses Thema geschrieben und wird im Vortrag auf die aktuelle Debatte eingehen, von der Forderung nach einem Ende der Anonymität bis hin zu den Shitstorms der letzten Zeit und was sie über den Status quo der Onlinekommunikation verraten.

Zur Person
Vortragende/Vortragender: 
Verein / Institution / Firma: 
Falter
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Kurzbio: 

Geboren 1984 in Graz, Studium “Journalismus und Unternehmenskommunikation” an der FH Joanneum in Graz, seit 2006 bei der Wiener Wochenzeitung Falter, leitet dort das Medienressort.

Publikationen in Falter, Standard, Die Zeit, ORF-Futurezone, Kolumnen für Falter (wöchentliche Digitalia) und Ö1 (Radiokolumne in “Digital Leben”)

Auszeichnungen: Förderpreis für Bildungsjournalismus (2012), European Young Journalist Award (2008), Spitze-Feder-Förderpreis (2007)

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Raum: 
Hauptsaal